Hinken

Ursachen


Beim Hinken liegt eine auffällige Unregelmäßigkeit des Ganges vor. Diese kann je nach Ausmaß mehr oder weniger stark ausgeprägt sein. Dadurch können sich die Personen nicht so schnell fortbewegen, wie dies im Normalfall möglich ist und das Sturzrisiko steigt.  Dem Hinken können ganz unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen. Ein Hinken kann durch eine Beinlängendifferenz, ein Beckenschiefstand, angeborene oder erworbene Deformitäten oder Beschwerden von anderen Gelenken wir dem Fuss oder des Knies verursacht werden. Ebenso können Muskelkontrakturen, Gleichgewichtsstörungen, Erkrankungen der Nerven (neuromuskuläre Erkrankungen) oder Hüftbeschwerden zugrunde liegen.

 

Im Bereiche der Hüfte ist das Hinken meist ein Schmerzhinken. Gelegentlich findet sich eine ursächliche Muskelschwäche, häufig bedingt durch eine veränderte Mechanik (zB auch nach einem Hüftgelenksersatz). Handelt es sich um ein schmerzbedingtes Hüfthinken, so liegt möglicherweise eine Arthrose, eine Entzündung der Sehnen oder des Schleimbeutels vor. Ebenfalls könnte es sich um eine lockeres Kunstgelenk handeln. Ein schmerzfreies Hüfthinken ist meistens durch eine Muskelschwäche bedingt, welche entweder die Folge eines Nervenschadens oder einer veränderten Mechanik im Hüftgelenksbereich ist. Dies wird sehr häufig nach einem künstlichen Hüftgelenksersatz festgestellt. Bei allen Varianten des Hinkens können die Störungen auch als sogenannte Mischformen auftreten.

Diagnose 

 

Durch eine genaue Befragung der Beschwerden des Patienten (Wann ist das Hinken erstmalig aufgetreten? Was verstärkt bzw was vermindert das Hinken? Wann, wo und wie treten die Schmerzen auf?) sowie eine Betrachtung des Gangbildes ist häufig bereits ohne technische Hilfsmittel erkennbar, um welche Art des Hinkens es sich handelt. Zur abschliessenden Abklärung gehört auch die spezifische Untersuchung des Bewegungsapparates inklusive neurologischer Abklärung (ggf. durch einen Neurologen). Unter Umständen werden zusätzliche diagnostische Methoden (u.a Röntgenbilder zur Beurteilung der Mechanik und MRI zur Beurteilung der Muskulatur) notwendig. Die Bilddiagnostik ist insbesondere zur Dokumentation und unter Umständen zur Planung  operativer Therapien notwendig.