Hinken

Die Behandlungsmethoden des Hinkens sind vielseitig und fortschrittlich. Zum einen gibt es mannigfaltige konservative Therapiemassnahmen. Bei strukturellen Problemen sind auch operative Therapiemassnahmen sehr wirkungsvoll. In den meisten Fällen bei denen das Hinken auf eindeutigen Ursachen basiert werden kombinierte Therapien angewendet. 

Leiden Patienten unter einem Verkürzungshinken, welches durch einen Ausgleich der Differenz zwischen den Längen der Beine ausgelöst wird, können neben operativen Eingriffen ebenso orthopädische Hilfsmittelversorgungen diskutiert werden. Im Falle eines Hinkens nach einer Operation am Hüftgelenk ist die Therapie abhängig von der Ursache gezielt auszurichten. Meistens handelt es sich um einen Abriss des grossen Rollhügels, an welchem die hüftstabilisierenden Muskeln ansetzten. Bricht dieses Knochenstück ab, so können diese Muskeln nicht mehr funktionieren. Entweder es wird eine Refixation des abgebrochen Kochens mit Drähten und Schrauben durchgeführt, oder es werden andere Muskeln an den Oberschenkelknochen genäht, welche die jeweilige Funktion wieder übernehmen können. Meistens ist durch diesen Eingriff ein gute Kontrolle des Schmerzes möglich, inwieweit sich das funktionelle Hinken verbessert, ist von Fall zu Fall unterschiedlich und muss mit dem Patienten vorgängig besprochen werden. Die Methode des Muskeltransfers funktioniert auch, wenn der zuführende Nerv am grossen Rollhügel geschädigt wurde.