Hüftgelenksentzündung

Was ist eine Hüftgelenksentzündung?

 

Eine Hüftgelenksentzündung (Arthritis der Hüfte) löst bei Betroffenen in der Regel starke Schmerzen in Kombination mit einem schaukelndem Gangbild aus. Häufig treten bei einer Entzündung im Hüftgelenk zudem Belgleiterscheinungen wie Fieber, Abgeschlagenheit und/oder Herzschlagbeschleunigung auf.

Entstehung einer Hüftgelenksentzündung

Bei einer Entzündung der Hüfte kann je nach Ursache zwischen einer infektiösen und einer nicht infektiösen Hüftgelenksentzündung unterschieden werden. Bei einer nicht infektiösen Entzündung im Hüftgelenk sind vorwiegend rheumatische Erkrankungen oder die Hüftgelenksarthrose ursächlich.

Bei einer infektiösen Arthritis ist das Hüftgelenk von Bakterien, meist Staphylokokken oder Streptokokken, befallen. Die Bakterien werden durch die Blutbahn, von einer anderen entzündeten Stelle des Körpers, in das Hüftgelenk eingebracht und lösen dort eine Entzündungsreaktion aus. Typisch sind Infektionskrankheiten, wie beispielsweise Gonorrhö, Syphilis und Tuberkulose, welche bei Keimverschleppung das Hüftgelenk potentiell gefährden.

Desweiteren kann das Hüftgelenk durch Gelenkspunktion oder -infiltrationen, offenen Knochenbrüchen oder einer Operation mit Bakterien infiziert werden.

Symptome einer Entzündung im Hüftgelenk

Die infektiöse Hüftgelenksentzündung verursacht starke Schmerzen in der Leistengegend und führt zu einer massiven Schonhaltung des Beines. Das Bein rotiert nach außen und wird gebeugt gehalten.

Durch die tiefe Lage des Hüftgelenks sind typische Entzündungszeichen wie Rötung, Schwellung und Überwärmung nicht zuverlässig. Jedoch wird eine Arthritis in der Hüfte häufig von Symptomen wie Fieber, allgemeinem Unwohlsein und Herzschlagbeschleunigung begleitet.

Eine eitrige Entzündung im Hüftgelenk entwickelt sich in den meisten Fällen bei Säuglingen und Kleinkindern in den ersten Lebensjahren. Die Eiteransammlung kann einen starken Druck verursachen, wodurch das Hüftgelenk luxieren oder zu einer Durchblutungsstörung des noch knorpelig beschaffenen Knochens führen kann. Unbehandelt wirkt sich diese Entzündung der Hüfte auf die Wachstumszone des Hüftgelenks aus. Bleibende Schäden, wie z.B. eine Verkürzung des Beines oder eine Fehlstellung/Versteifung der Hüfte ,können als Folge einer Hüftgelenksentzündung auftreten.

Diagnose einer Arthritis in der Hüfte

Bei Verdacht auf eine Hüftgelenksentzündung kann anhand einer Blutuntersuchung eine sichere Diagnose gestellt werden. Sind Blutsenkungsreaktion (BSR), die Konzentration des C-reaktiven Proteins und die Leukozyten erhöht, befindet sich im Körper ein Entzündungsherd. Um den exakten Erreger der Arthritis im Hüftgelenk zu identifizieren, wird in einem nächsten Schritt eine Gelenkspunktion durchgeführt. Mithilfe einer dünnen Hohlnadel wird Gelenkflüssigkeit entnommen, welche in einem mikrobiologischen Labor untersucht wird.

Weitere Methoden zur Diagnose einer Entzündung der Hüfte sind bildgebende Verfahren wie die Röntgenaufnahme, der Ultraschall und die Computer- oder Kernspintomographie.